Dienstag, 24. April 2012

Was vom Tage übrigblieb...

Tag zwei in Bangkok ging dann eher ruhig und unspektakulär zu Ende. Wir übten Käferstellung an den Liegen am Pool und streckten alle viere von uns.

Bis auf die Steffi.

In einem Reisebüro trafen wir den Sympathieträger Reece, ein Australier mit Schamhaar als Kopfhaar, dessen Augen von vergangenen und vielleicht immer noch anhaltenden Pilzeinwürfen erzählen.
Reece empfiehlt uns Soi Cowboy als Abendgestaltung, ein Viertel, das wir alle noch nicht kennen. Es soll laut ihm "one of the most sleazy quarters in town" sein, aber offenbar gibt es dort keine Ping-Pong-Shows. Als Sportfanatiker ist es eines der ganz großen Ziele von Attila, das wir uns so ein Match ansehen, was wir alle verhindern wollen. Da ich besser als Attila englisch verstehe, erzähle ich ihm vorerst nicht, daß es dort keine Ping-Pong-Shows gibt. Lieber Taschendiebe und Stripper als Tischtennistourniere.

Noch schlimmer als Reece, der sich dann fairerweise als doch recht nett erweist, ist seine Freundin. Eine erklärte Alternative, die immer, immer noch ein wenig oder eigentlich ein ganzes Eckhaus alternativer ist als du, auch wenn du Taschenmulch bei dir trägst und nichts ißt, was einen Schatten wirft. Sie fährt uns mit ihren Ansichten gleich mal ins Gesicht und ich lächle und gehe zwei Schritte rückwärts.

Ein Pflichttermin ist in Bangkok immer eine Wallfahrt ins MBK Center, einem Shopping Center auf etwa 16 Etagen in dem es alles gibt außer Originale.
Eine Erleuchtung im wahreren Wortsinn ist die Erkenntnis, daß in den letzten vier Jahren von 400 mW Laserpointern auf 1500 mW aufgerüstet wurde. Mit den alten 400ern haben wir schon vom Hoteldach damals auf Hochhäuser am anderen Ende der Stadt pointen können. Was man mit 1500 mW anstellen kann, möchte ich gar nicht wissen.


Immer angesagt in Südostasien: christliche Feiertage


Die Kleiderpuppen sind authentischen Thais nachempfunden.
Die erste Tuk Tuk - Fahrt ist immer eine noch intensivere Nahtoderfahrung als alle Tuk Tuk - Fahrten danach.

Die Enttäuschung in Attilas Augen und die Erleichterung in den Augen der anderen ist überdeutlich, als er erkennt, daß es tatsächlich ein Viertel in Bangkok ohne Ping-Pong-Show gibt. Mißmutig zieht er von dannen. Soi Cowboy hat wirklich nichts zu bieten außer Minderjährige in knappen Outfits. Die Straße ist vielleicht 50 m lang, das wars dann auch schon. Das angrenzende Soi Four haben wir dann leider nicht gefunden. Schade.
Immerhin kehrten wir in die Prolodisco des Vorabends zurück, in der sich ein anderer Attila alleine dem Tanze widmet. Müde wanken wir ins Bett. Gestern war doch etwas anstrengend und einen Teil kann man immerhin auf den Jetlag schieben.

Soi Cowboy

Soi Cowboy - ein Ort zum Wohlfühlen und verwöhnen lassen.

Was ich im Übrigen vergaß zu erwähnen: es gibt ja auch einen ersten Teil mit teils anderen Darstellern - Die Fantastischen 4 vs. Thailand

2 Kommentare:

  1. Also ich hab von allen Thailandreisenden die ich jemals gekannt habe immer gehört, dass so ein "Match" zwar eigenartig aber auf jeden Fall sehenswert ist. Die enthusiastischsten Verfechter waren im Übrigen immer Frauen. Kommt wahrscheinlich daher, dass man irritiert ist, wenn mann lebenslange Übung mit einem Schläger hat und noch immer keinen Topspin hinbekommt:-)))

    AntwortenLöschen
  2. Ich sah Dinge.... schreckliche Dinge.

    AntwortenLöschen