Wir waren keine Helden.
Ganz egal, was danach aus uns gemacht wurde; zu was uns die Zeitungen hochstilisiert haben.
Die Auftritte im Fernsehen, das Vorgeführt werden wie Tanzbären, Interviews, Berichte, Reportagen... all das hat die Narben wieder aufgekratzt.
Doch wo eine Narbe ist, war davor eine Wunde.
Nein, Helden waren wir ganz bestimmt nicht.
| Ganz, ganz bestimmt nicht. |
Nennt mich meinetwegen Florian.
In einer See voll Lügen will ich der letzte Strohhalm sein und unverfälscht Zeugnis abgeben von den Geschehnissen jener denkwürdigen Tage, dort, am anderen Ende der Welt.
Wir waren vier.
Gut kannte ich sie nicht, meine Weggefährten. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen, gerade die gemeinsame Sprache, die uns verband. Misstrauische Blicke waren der stille Treueeid zu unserer Gruppe. Alleine würde keiner durchkommen, doch gemeinsam war der Weg noch steiler, der Abgrund noch abschüssiger.
Wann würden sie mir in den Ruecken fallen? Würde einer schnarchen? Durian essen? Ping Pong spielen? Welche dunklen Geheimnisse verbergen sie? Wann würde ich schweissnass vom Geschrei desjenigen erwachen, den ich gerade zu erwürgen versuche?
Doch man kann nicht auf jede Antwort eine Frage haben und manchmal muß man einfach in das Wasser springen, ohne vorher nach Steinen knapp unter der Wasseroberfläche gesucht zu haben.
Dies ist unsere Geschichte.
Wir haben vielleicht nicht überlebt. Aber wir haben gelebt.
Der letzte Absatz macht mir ein bisschen Angst...
AntwortenLöschenUnd er schrieb nieder in seinem Blogg, den gesammelten Hass der Menschheit von Adam bis Zirrose. Wäre sein Mund eine Kanone, er würde sein letztes bisschen Hirn damit verschießen:-)
AntwortenLöschenIch finde freestyle-Mellville-abreviating ist der Situation durchaus angemessen. Wenn dieser Blogg abgeschlossen ist, gibt es sicher Leute die ihn als Leitfaden für ihre neue Religion verwenden wollen:-))
werte hilde!
AntwortenLöschenich schreibe dir aus dem schönen bangkok, dem oberwart des fernen ostens...
Wahnsinn! Danke!
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